Vorwortzum 2. Wirbelsäulenschmerzkongress in München! Nach dem großen Erfolg der Veranstaltung im Vorjahr und der positiven Resonanz, die uns von Seiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht hat, freuen wir uns nun sehr darauf, unseren Diskurs zur Schmerztherapie in diesem Herbst mit neuen Schwerpunkten fortzusetzen. Namhafte Referenten, die wir auch in diesem Jahr wieder gewinnen konnten, werden über aktuelle Entwicklungen berichten und mit Ihren Vorträgen neue Impulse setzen. Wir freuen uns darauf, diese mit Ihnen zu disktuieren.
Thematischer Mittelpunkt des 2. Wirbelsäulenschmerzkongresses bleibt der chronische Schmerz und die Möglichkeiten seiner interdisziplinären Therapie. Prof. Dr. med. H. R. Casser aus Mainz berichtet, inwieweit die Nationale Versorgungsleitlinie zum Rückenschmerz neue Rahmenbedingungen für die interdisziplinäre Arbeit schafft. Wir beleuchten innovative Therapieansätze und Therapiekonzepte, ganz besonders freuen wir uns in diesem Zusammenhang auf den Festvortrag von Prof. W. Zieglgänsberger aus München zum Thema chronischer Schmerz.
Aktuelle Erkenntnisse zur Osteoporosediagnostik sowie zu Möglichkeiten der effektiven Sturzprävention und Therapie sind weitere Themen des Kongresses. Nach wie vor nimmt die Osteoporose einen breiten Raum am Schnittpunkt der beiden Themenkomplexe "Wirbelsäule" und "Schmerz" ein. Hier gilt es besonders, Patientinnen und Patienten das gesamte Spektrum der Therapiemöglichkeiten zu eröffnen: Prof. Reiner Bartl aus München stellt die neuesten Ansätze vor.
Eine steigende Tendenz ist bei den degenerativen Erkrankungen der Halswirbelsäule als Ursache für Beschwerden des Bewegungsapparates mit chronischen Schmerzen zu verzeichnen. Dieser Thematik widmet sich unter anderem Prof. Jürgen Reul aus Bonn mit seinem Vortrag, in dem er neuroradiologische Aspekte beleuchtet. Einen Überblick über chirurgische Behandlungsmöglichkeiten degenerativer Veränderungen der Halswirbelsäule gibt Prof. Wörtgen aus Cham.
Die Erfahrung aus dem Vorjahr hat gezeigt, dass zum Thema Wirbelsäulenschmerz nach wie vor großer Informations- und Diskussionsbedarf besteht. Angesichts einer steigenden Zahl von betroffenen Patientinnen und Patienten wird er sicherlich weiterhin zunehmen. Lassen Sie uns diese Lücke ein Stück weit schließen – freuen Sie sich auf ein breites Themenspektrum und viele Impulse zu den interdisziplinären sowie zu Ihren individuellen Fragestellungen. Wir begrüßen Sie herzlich zum 2. Wirbelsäulenschmerzkongress in München und sind gespannt auf den intensiven Austausch mit Ihnen.
Ihr Dr. med. Reinhard Schneiderhan
Präsident der Wirbelsäulenliga e. V.
Ärztlicher Leiter des
MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen
2. Wirbelsäulenschmerzkongress
25./26. November 2011